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Care-Sheet
Lepidodactylus lugubris
Haltung im Terrarium:
Terrariengröße:
In der österreichischen Tierhaltungsverordnung ist keine Mindestgröße für die genannte Art definiert, deswegen haben wir uns diesbezüglich auch an Angaben erfahrener Züchter gehalten.
Als Mindestgröße für 1 bis 2 Tiere wird empfohlen: mind. 25x35x35cm. Für mehrere Tiere wäre jedoch ein Becken größer 60x40x40cm angebracht.
Terrarieneinrichtung:
- Eine Wasserschale
- Eine Schale mit Kalzium (z.B. zerriebener Sepiaschale, Kalziumpulver, zermörserte Eierschalen, etc.)
- Ein Thermo- Hygrometer zur Überwachung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
- Rück- und Seitenwände aus Kork-, Xaxim-, Torfplatten oder ähnlichem, als Sichtschutz und Klettermöglichkeit.
- Verzweigte Äste und/oder Korkrindenstücke als weitere Kletter- und Versteckmöglichkeiten.
- Bepflanzung mit Bromelien, Philodendron, Ficus pumila, Tillandsien oder anderen für Tropenterrarien geeigneten Pflanzen.
- Bodengrund aus Cocos-Humus, Torf, eventuell mit untergemischtem Sand.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit:
Tag: um die 25°C, lokal 28-30°C bei 60 bis 80% Luftfeuchtigkeit
Nacht: 20-23°C - Zimmertemperatur
Die erforderliche Luftfeuchtigkeit wird durch tägliches Sprühen mit einer herkömmlichen Handsprühflasche erreicht.
Alternativ bietet sich natürlich auch eine Beregnungsanlage mit Sekundentimer an.
Beleuchtung, Heizung:
Ein Spotstrahler sowie eine Energiesparlampe bzw. eine Leuchtstoffröhre bilden die Grundbeleuchtung. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit sollte die Beleuchtung generell außerhalb des Beckens angebracht werden.
Wir verwenden für unser 80x50x50cm Becken eine 18 Watt Leuchtstoffröhre, ergänzt durch einen 35 Watt Halogenspot (in einem Lichtkasten über dem Becken montiert).
Eine zusätzliche UV-Beleuchtung ist für die Tiere nicht erforderlich – für die Bepflanzung jedoch förderlich.
Die Beleuchtungsdauer beträgt ca. 12 Stunden pro Tag.
Futter:
Hauptfutter: Drosophila, Micro-Grillen bzw. Micro-Heimchen, Springschwänze, etc.
Des Weiteren kann den Tieren gelegentlich auch reifes Obst (Bananen, usw.), Fruchtbrei-Babynahrung, Jelly´s, etc. im Becken gereicht werden.
Mineralstoff- und Vitaminversorgung (Supplementierung): Die Futtertiere sind bei jeder Fütterung zusätzlich mit Vitamin/Mineralstoffpräparaten zu bestäuben.
Um eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen, können die Präparate auch zusätzlich unter den Fruchtbrei gemischt werden.
Winterruhe:
Nicht erforderlich
Gruppenhaltung:
Bei ausreichend großen Becken können durchaus mehrere Tiere gehalten werden. Da in der Regel ausschließlich Weibchen-Klone zum Kauf angeboten werden, stellt sich die Geschlechterfrage wohl hier nicht.
Ein Überbesatz ist trotzdem zu vermeiden, da innerhalb der Gruppe eine Rangordnung gebildet wird. Bei zu dichtem Besatz kann dies dazu führen dass die
rangniedrigsten Tiere, bis hin zu gesundheitlichen Problemen, unterdrückt werden.
Meldepflicht:
In Österreich sind alle Reptilien meldepflichtig! Die Meldung erfolgt beim zuständigen Magistrat bzw. der Bezirkshauptmannschaft. Formulare hierfür lassen sich problemlos im Internet finden.
Die Meldung ist kostenlos.
Literaturempfehlung:
Jungferngeckos Lepidodactylus lugubris und Hemiphyllodactylus typus von Beate Röll - Natur und Tier-Verlag;
Webtipps:
Eine besonders ausführliche Webseite zu L.lugubris
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